Bildnis eines Cappenberger Prämonstratensers

Am 19.1.25 übergab Dr. Bernd Holtwick, der Vorsitzende des Heimatvereins, ein restauriertes Gemälde  des Prämonstratensers Friedrich Georg Anton von Haxthausen als Leihgabe an die katholische Kirchengemeinde St. Johannes Evangelist. Das Gemälde konnte mit finanzieller Unterstützung des Heimatvereins restauriert werden.


Das Bild wurde von Dr. Gerd Dethlefs, dem Kurator der Cappenberger Stein-Ausstellung, bei der Versteigerung des Inventars des Haxthausen-Schlosses Thienhausen 2016 in Würzburg erworben.(2) 

Hier kommen drei Mitglieder der Familie Haxthausen in Betracht, die Mitte des 18. Jahrhunderts Stiftsherren in Cappenberg waren:
 Gaudenz von Haxthausen, Friedrich Georg Anton von Haxthausen, Joseph Anton von Haxthausen-Apenborg (3)
Ziemlich sicher handelt es sich laut Dr. Dethlefs um:
Friedrich Georg Anton von Haxthausen
Geboren am 7. Februar 1708 In Welda,(4) ist er 1728 In das Stift Cappenberg eingetreten. Er bekleidete die Ämter des Bursarlus und des Kellners, d.h. er war für die wirtschaftlichen Belange es Klosters zuständig. Er war Pfarrer In Methler und 1764-1783 Pfarrdechant zu Werne, wo er am 23. Juni 1783 Im Alter von 76 Jahren starb.(5) Dort wurde er in der Kirche beigesetzt (6) Eine Grabplatte im Boden der Kirche existiert laut Auskunft des Stadtmuseums Werne nicht mehr.
Das Bild wurde wahrscheinlich vom späteren Propst Ferdinand Goswin Mauritz von Ketteier in den Jahren 1730-35 gemalt.
Die Familie Haxthausen erscheint erstmals urkundlich im Jahr 1340. Ihr Stammsitz ist der Turmhügel Haxterberg bei der heute wüst liegenden Ortschaft südlich Paderborn.

Der Stamm der Familie bildete zwei große Linien, die sich im Laufe der Zeit in Westfalen, in Hannover, Hessen, Sachsen und Dänemark ausbreiteten. Während manche Zweige katholisch blieben, traten andere nach der Reformation zur evangelischen Konfession über.

Die Angehörigen der weißen Linie tragen den Freiherrentitel gewohnheitsrechtlich. Zu ihrem älteren Ast gehören die Besitzer der Güter Abbenburg und Bökerhof (heute Im Ortsteil Bökendorf der Stadt Brakel) und ehemals Thienhausen (heute Ortsteil der Stadt Steinheim) und Welda.1768 starb der Weldaer Zweig der Familie Haxthausen in der männlichen Linie aus. (1)
Dr. Franz-Peter Kreutzkamp

1)     https://de.wll(lpedla.org/wlkl/Haxthausen_{Adelsgeschlecht)

2)     https://www.westfalen-blatt.de/owl/krels-    hoexter/steinhelm/famlllentraditton-endet-nach.400- jahrren-1593667

3)     Schnieder, Stephan, Cappenberg 1149-1949 Eine Stätte der Kultur und Kunst In Westfalen, S. 105 f.

4)     Katholische Kirchengemeinde St. Kilian Welda, Taufregister 

5)     Katholische Kirchengemeinde St. Christophorus Werne, Sterberegister 

6)     Schnieder, Stephan: a.a.O.